DIE LAGE (2012)

    Dokumentarfilm, 73 Minuten, sw, HD CAM, D 2012


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    Gestaltung Mark Thomann

     

     

    „Aufgrund räumlicher und sicherheitsbedingter Einschränkungen übernehmen ausschließlich die deutschen öffentlichrechtlichen Rundfunkanstalten und privaten TV-Sender im Rahmen des Berliner Modells die Funktionen des Host-TV und produzieren gemeinsam das Weltbild. Dadurch stehen von allen Hauptveranstaltungen des Papstbesuches in Berlin, Erfurt, Etzelsbach und Freiburg für alle in- und ausländischen Rundfunksender Bildsignale zur Verfügung. Parallel zum Bildsignal wird auch das Tonsignal durch das TV- Weltbild zur Verfügung gestellt und kann im Pressezentrum abgegriffen werden. Die Vergabe der Aufsagerpositionen ist abgeschlossen.“*1

    DIE LAGE zeigt dieses Weltbild nicht, noch werden dessen Bilder verwendet. DIE LAGE zeigt Beobachtungen vom Rande eines Geschehens her, auch aus zufälliger Nähe, einer Nähe von übersehenem Personal vielleicht und bestimmt von wechselnden Freiheiten und enger Ökonomie. Die Lage erinnert mich an frühere Arbeit, zwei alte 16mm Filme aus den achtziger Jahren, gedreht mit wenig Mitteln. Die Entscheidung, daran mit weiteren Filmen anzuknüpfen, fiel früh. Knapp sieben Tage Drehzeit ohne Möglichkeit detaillierter Vorbereitung. Das klare Schwarz Weiß. Eine Sache der Augen und der Ohren.
    DIE LAGE ist nach DAS HAUS 1984 und VOLKSPOLIZEI 1985 bislang der dritte in der Reihe meiner Dokumentarfilme zum Deutschen Alltag. Blicke hinter die Absperrung.

    Das Wort “Lage” kommt aus dem Mittelhochdeutschen und bezeichnet eine „liegende Lauerstellung“. Es liegt etwas vor. „Eine militärische, eine polizeiliche, eine Sicherheitslage: Die Situation eines militärischen Verbandes in Bezug auf seine Umwelt. Die Gesamtschau der Bedrohung staatlicher Organe oder die Einschränkung der Inneren Sicherheit. Eine Situation, in der von der Polizei ein Handeln gefordert ist, Faktoren und Gegebenheiten im Rettungswesen, die Schadensereignisse und Schadensabwehr beschreiben.“*2

    *1 Media Guide zur Apostolischen Reise Papst Benediikt XVI, Hrsg. Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz
    *2 Wikipedia


    Buch und Regie Thomas Heise Kamera Peter Badel, Robert Nickolaus, Maxim Wolfram Ton Robert Nickolaus, Thomas Heise Posaune Konrad Bauer Musikaufnahme Sven Piesker Mega Music Tonbearbeitung Markus Krohn Mischung Robert Jäger Schnitt Mike Gürgen Produktionsleitung Reinhild Feldhaus, Tina Börner Produzent Heino Deckert


    Hüben sich die Augenlieder,
    Durch die Muskeln, selbst nicht auf,
    Sondern süncken immer wieder,
    (Ach man achte doch darauf!)

    Wie erbärmlich würd’ es lassen,
    Wenn man sie mit Händen fassen,
    Und erst aufwärts schieben müst’!
    Mercks, verstockter Atheist!

    (Barthold Heinrich Brockes, 22.9.1680 – 16.1.1747)


    PRESSE

    Einen Beitrag zu DIE LAGE von Le Monde finden sie hier: Le Monde
    Den Artikel “Der Muskel im Lid” von Bert Rebhandl vom 1.11.2012 finden Sie hier: TAZ


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