WOZU DENN ÜBER DIESE LEUTE EINEN FILM? (1980)

    Dokumentarfilm, DDR 1980, 16mm s/w, 36 Min.,  1:1.33

    Hochschule für Film und Fernsehen der DDR
    Publizistische Filmübung 2. Studienjahr, für Vorführungen gesperrt bis September 1989


    Regie, Buch Thomas Heise Kamera Dagmar Mundt Kamera-Assistenz Reiner Krugler Schnitt Beate Sell Musik Stefan Carow Mitwirkende Berndt Weber, Norbert Weber, Detlef Kondeyne u. a. Produktion Hochschule für Film und Fernsehen der DDR (HFF), Potsdam-Babelsberg Produktionsleitung Uwe Kraft Drehzeit Frühjahr 1980 Drehort Berlin-Prenzlauer Berg Uraufführung 20.9.1989, Berlin/DDR (Akademie der Künste)


    Kinderkrippe Kindergarten für Kleinstkinder bis 3 Jahre Prenzlauer Berg Stadtbezirk von Berlin (Ost) Assi Asozialer Ich lasse mich höchstens krank schreiben um formal korrekt nicht arbeiten gehen zu müssen hat ja auch manches Mal gesessen war im Strafvollzug war schon in der Trinkeranstalt auf Alkoholentzug Rowdytum beliebter, auch politisch gern genutzter, sehr allgemeiner Gummiparagraph, § 215 StGB der DDR, zur Disziplinierung von Gruppen vorwiegend Jugendlicher. Er umfasst alles, von ruhestörendem Lärm, „Zusammenrottung“, „Missachtung der öffentlichen Ordnung“ oder der „Regeln des sozialistischen Zusammenlebens“, „Drohungen“, „Belästigungen“, „Böswillige Beschädigung“ u. a.  in Gruppen begangene Delikte. Rowdytum konnte von Geldstrafe bis zu 5 Jahren Haft einbringen. „Vorbereitung und Versuch“ waren strafbar. Blumenfest Stadtteilfest im (Ost)Berliner Stadtbezirk Weißensee Bullen umgangssprachlich für Polizei Friedrichshain (Ost)Berliner Stadtbezirk Radio DDR überregionaler DDR Rundfunksender Duett sehr beliebte wöchentliche, halbstündige, zum Mitschneiden auf Kassette ununterbrochene, 30 minütige Sendung mit LPs westlicher Bands auf „Radio DDR“. Eine Maßnahme, um vom Westradiohören abzuhalten. Die Quote lag sonst bei 60/40 Ost/West. auf die Klopfstange auf (Ost)Berliner Hinterhöfen befanden sich um diese Zeit häufig noch Teppichklopfstangen, oft an der Mauer zum Nachbarhof Inspektion umgangssprachlich verkürzt für Volkspolizeiinspektion in der Keibelstraße am Alexanderplatz, dort u. a. auch Untersuchungshaft Keibelstraße umgangssprachlich in Ostberlin auch Synonym für  Volkspolizeiinspektion Rummelsburg Ortsteil in (Ost)Berlin, zum Stadtbezirk Berlin-Treptow gehörig, Synonym für den dortigen Strafvollzug sollte ich arbeiten im Strafvollzug der DDR war Arbeitspflicht der Regelfall einfahren umgangssprachlich für in den Knast kommen Piepel/Piepels Berliner Slang, männliche/r Jugendliche/r Lada sowjetische Fiat 125 Lizenzproduktion, in der DDR als Polizeiautos verwendet urste Maulschelle temporär  und lokal umgangssprachlich. “Urst” entspricht einer besonderen, wertfreien bzw. in alle Richtungen verwendbaren Verstärkung, so wie etwa heute geil u. a.; “Maulschelle” ist ein Schlag ins Gesicht/die Fresse. VP-Krankenhaus Krankenhaus der Volkspolizeiinspektion Berlin (Ost)

ImpressumPowered by WordPress; Template by Sebastian Wagner